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Aurikel

(Primula auricula)

IV — VI Home Gesteinsfluren, Felsen
5 — 25 cm indigen LC
Primula auricula
Synonyme: Primula lutea, Petergstamm. Hemikryptophyt, mont-alp. Die Blüten sind gelb. Die Laubblätter sind entfernt gezähnt mit einem deutlichen Knorpelrand. Sie sind oberseits bemehlt, verkahlen aber. Ebenso sind der Kelch und die Blütenstiele bemehlt. Die Pflanze steht unter Naturschutz (Lit). Die Art kommt im alpinen Naturraum in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland vor. Sie ist im nördlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Primula auricula
 
 
Kelche
 
 
Blätter
 
 
Standort
Aufnahmen: 08.05.2010 Gaißau
 
Primula auricula
Aufnahme: 30.04.1983 Schwarzer Berg, Golling (Salzburg)
 
Primula auricula
Aufnahme: 14.05.1983 oberhalb des Marbachfalles, Dachstein-Südwand
 
Primula auricula
 
 
Primula auricula
Aufnahmen: 14.08.2008 am Hofersteig zum Pyhrgas

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"929. P. Auricula L. (Aurikel. — Gamsblüml. — Bergnagerl. — Gelbe Kraftblume.)
Wurzelstock walzlich, knotig, oft fingerdick, schief oder senkrecht, mehrköpfig, starkzaserig. Blätter grundständig, verkehrteiförmig oder länglich, gegen die Basis zu verschmälert, stumpf, ganzrandig, wellig oder gezähnt, dicklich, fett, bläulichgrün, oberseits kahl, rückwärts und am Rande feindrüsigflaumig, in der Jugend mehr minder dicht mehlig-gepudert, einwärtsgerollt, entwickelt glatt, glänzend. Stengel 1 —6" hoch, aufrecht, blattlos, kahl, oberwärts sammt Blüthenstielen und Kelchen weissgepudert oder feindrüsigflaumig, an der Spitze eine einzelne Blüthe oder eine aufrechte mehrblüthige Dolde tragend, mit ungleichlangen Blüthenstielen und ovalen stumpfen Deckblättern. Kelche kurzglockig, 2 — 3 mal kürzer als die Kronröhre. Kelchzipfel stumpf. Kronen sattgelb, gegen den Schlund mehlig gepudert, wohlriechend. Saum 8—10''' im Durchmesser. Zipfel oben ausgerandet.
April — Mai, auf Alpen Juni — Juli


Auf Felsen und im Gerölle der Kalkvoralpen bis in die Alpen 7000' aufsteigend, am häufigsten in der Krummholzregion, jedoch auch mit Alpenwässern in die Thäler herabkommend. Am hohen Nock unter der Pyramide. Am kleinen Warschenegg in Rosenau, auf Felsen im Veilchel- und Redtenbachthal, im Giererreith, am Knirschstein bei Windischgarsten (Oberleitner). In der Ens bei Steyr und an der Steyer bei Sirning auf Uferfelsen (Brittinger). Auf dem Hundskogel in der Pernerau, beim Thörl der Falkenmauer bei Michldorf und auf dem Kienberg allda (2000'). Auf beiden Prielen an der Klinserscharte, in die Thalsohle absteigend, bei der Lahbergmühle am Eingange in den Hinterstoder, am grossen und kleinen Pyrgas, auf der Speikwiese. Am Dachsteingebirge und am Hallstätter Salzberg bis zum See herab. Am Kranabittsattel bei Ebensee, am Steingebirge des Attersees. Cultivirt in Gartenbeeten und Töpfen ändert sie in den verschiedensten Farbenmischungen ab."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 213), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 15.02.2026

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